Freitag, 19. November 2010

Weinrallye # 39: Wein und Humor

Dieser Cartoon hat mir schon immer gefallen.

Bei der Weinrallye #39 geht es dum Wein und Humor dieses Mal durchgeführt von Carsten Sebastian Henn.  Heute ein bekannter Autor, vor Jahren konnten wir es uns noch Leisten, ihn anlässlich einer Weinprobe, zu einen Lesung zu überreden. Heute schreibt er in der Vinum und veranstaltet diese Weinrallye.

Bei diesem Thema fallen mir spontan so einhundert Geschichten ein. Als Jemand der Wein verkauft, kein Wunder. Dazu gehören so Klassiker wie:
"Ich hätte gerne einen guten Riesling, wie er schmeckt ist egal, Hauptsache ein Rotwein."
oder
"Ich hätte gerne einen Bordeaux? Ja, hmm, haben sie denn keinen der aus Deutschland kommt?

Also derlei Geschichten hat es genug. Das sind die Geschichten die jeder Verkäufer kennt, und sie haben auch etwas von Realsatire, aber die Leute wissen es meistens einfach nicht besser.

Ganz anders eine Geschichte aus dem Kölner Weinforum. Eine Geschichte die auch um das Jahresende stattgefunden hat.  Wer das Kölner Weinforum kennt, weiß wir wagen uns oft an neue Themen, überprüfen alte Vorurteile, besorgen Weine aus Ländern wie Vietnam und Brasilien und  das ganze Jahr über Weinproben, wo es was zu entdecken gibt. Aber zum Jahresende gibt es immer eine Knallerprobe. Da wird aufgefahren was das Zeug hält. Und wenn unser Gebietshein, Voranmeldungen vergeben würde, wären wir für die Weihnachtsprobe ausgebucht bis in´s Jahr 2049.
Auch in besagtem Jahr stand wieder eine solche Knallerprobe an.
"Ich höre schon den Aufschrei aus Ehrenfeld, aber lieber T. jedes Jahr bei der Planung der Probe muss ich wieder daran denken. "
Weiter im Text.
Alle hatten sich zum vereinbarten Termin versammelt, bis auf einen. Naja da warten wir noch ein wenig, denn der Fehlende wird bestimmt noch kommen, er hat ja seinen Obolus schon bezahlt, und so eine Probe will ja keiner Verpassen. Doch die betreffende Person fand sich auch zu späterer Stunde nicht mehr ein. So genossen wir, nach entsprechender Wartezeit und einige Kontaktversuche später, nicht nur ausgezeichnete Weine, nein wir hatten auch noch einen kleinen Anteil mehr Verfügung. Es war eine denkwürdige Probe.
Im Nachhinein stellte sich heraus der fehlende Proband, hatte sich, ob der Einzigartigkeit der Probe eine wenig auf´s Ohr gehauen um auch fit und ausgeschlafen zur Probe zu erscheinen, nur leider vergessen den Wecker zu stellen. Also schlief er den Schlaf der Gerechten, während wir uns an den köstlichen Rebsäften gütlich taten.

Hinterher schicken möchte ich noch, das Lustige war eigentlich die Auflösung. Denn wir haben uns schon Gedanken gemacht, warum er denn jetzt nicht zu dieser Probe kommt. Da muss doch etwas passiert sein. Diese Probe lässt man nicht für irgendwas sausen.
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