Montag, 15. November 2010

Besuch im Le Moissonnier

Eng, Laut, Lecker. Das beschreibt es wohl ganz Gut in 3 Worten.
Gute Weinauswahl, vor allem Glasweise, aber teuer. Die Küche spielt eher die leisen Töne. Alles perfekt gewürzt und nicht zu überkonzentriert, wie es im Moment ja Mode ist. Viele würden sagen Fade, aber dem wird es nicht gerecht, es sind die subtilen Noten die Beeindrucken, gehen im lauten Getöse des Restaurantbetriebes aber unter.
Der rote Thunfisch war großartig, sollte aber in so einem Restaurant nicht mehr serviert werden. St. Pierre war etwas übergart, noch weit davon entfernt trocken zu sein. Kalbsbries und Anis war zu gewagt, das Kalbsbries ist zu fein dafür, dafür war das Spiel der Texturen sehr ausgewogen. Das Dessert war perfekt, wobei gesalzenens Popcorneis nicht jedermanns Sache sein wird. Der Service war stets zuvorkommend und hilfsbereit. Fehler wurden schnell ausgebügelt.
Eine bemerkenswerte Sache gilt es noch los zu werden. Zum Menü wird eine Weinbegleitung gereicht. Beim Hauptgang angekommen haben mehrere Gäste den gleichen Wein bekommen. Davon gingen dann schon einmal direkt 2 Gläser wegen Korkgeschmack zurück. Unserem Nachbartisch wurde aber fröhlich aus der gleichen Flasche ausgeschenkt, die, wie sollte es anders sein, den Wein wieder haben zurück gehen lassen. Da erwarte ich dann doch mehr Professionalität. Fragt jetzt bitte nicht wer die Restlichen 2 Gläser der Flasche bekommen hatte.

Roter Thunfisch mit Miesmuschelsud
St.Pierre im Kokosschaum
Kalbsbries mit Aniscreme
Arme Ritter in Orangen-Vanillesauce und Popcorneis
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