Montag, 12. März 2012

Abgespeist und Foodwatch und die Geldverdien Masche


Hackfleisch mit Mehl gestreckt. Schlimme Schlagzeile. Was mich enttäuscht ist, das renommierte Blogger auf diese billige Geldverdienmasche von foodwatch reinfallen und die Artikel unreflektiert übernehmen.

Aufgeweckt durch Herrn Paulsens Beitrag bei Nutry Culinary, muss ich dann doch meine Senf dazugeben, obwohl beides eigentlich keinen Kommentar verdient.

Es gibt ein Produkt welches Hackplus heißt und eine Zubereitung aus Hackfleisch plus pflanzlichem Eiweiß ist.
Quelle: http://www.hackplus.de/

Um eines vorweg zu nehmen. Bei uns gibt es das nicht zu kaufen und das wird sich auch nicht in naher Zukunft ändern. Und essen würde ich das Zeug nie und nimmer. Das ist aber eine persönliche Einstellung und hat mit der Sache als solchen nichts zu tun.

Was mir auf den Keks geht ist die einseitige polemische Berichterstattung um persönliche Vorteile daraus zu ziehen.

Da wird das SB Produkt Hackplus mit dem SB Produkt Hackfleisch gemischt vom Preis verglichen. Dann wird der Fettgehalt vom deutlich teueren Hackfleisch von der Bedienungstheke herangezogen. Jetzt wird der Wassergehalt verglichen, aber da tut sich ja nicht so viel, na dann hat Fremdwasser halt nichts darin zu suchen. Dann soll minderwertiges Fleisch Verwendung finden, wobei die Hackfleischverordnung genau dies ausschließt.
Im übrigen hat foodwatch immer Recht und ihr nicht, Ätsch.

Diese Pampe aus Pflanzeneiweiß, Wasser und Mehl, die Foodwatch da Beschreibt, haben im übrigen asiatische Mönche vor Jahrhunderten erfunden und nennt sich heute Seitan. In der vegetarischen Küche ist es hoch angesehen. Der Fleischesser unter den Vegetariern stellt gerne Seitan her um ein fleischähnliche Produkt zu bekommen. Dies ist im Kern nichts anderes als der Zusatz in Hackplus.

Fakt ist Hackplus braucht man nicht. Noch nicht.
Solche Produkte könnten aber ein Weg sein, die Leiden der Tiere in der Massentierhaltung zu verringern. Einfach weil man weniger Fleisch braucht. Vielleicht sogar irgendwann gar keines mehr.
Solche Produkte können Leuten die Partout nicht von Fleisch lassen wollen oder können eine gesündere Ernährung ermöglichen. Stichwort weniger Fett, weniger Cholesterin, als das andere billige verpackte SB Hack vom Discounter.

Wer einen guten Metzger mit Bedienungstheke kennt, wendet sich weiter vertrauensvoll an diesen, denn an der Theke ist es zwar teurer aber es wird auch aus magereren, sprich teuereren Zutaten, also bei uns ist da so, hergestellt. Auch gut ist, Fleisch aussuchen, durchdrehen lassen oder besser noch selber hacken dann weiß man garantiert was drin ist. 

Ich wünsche mir eine ausgewogenen Berichterstattung die alle Vor- und auch, ganz wichtig die Nachteile
gegeneinander abwägt. Nicht polemisch wird, sondern bei den Fakten bleibt.
Was ich gar nichtr mag ist dieser "Blöd"-Zeitungs-Journalismus, bei dem es nur um die Auflage, ergo um das Geld verdienen geht wie foodwatch es hier wieder bravourös zeigt. Auch wird den Lesern gar nicht erst versucht eine andersartige Lösung anzubieten, hier geht es rein um das Kaputt machen.

Und immer an den Spruch denken. 
Was haben Metzger und Bäcker gemeinsam?
Sie machen Wasser und Luft schnittfest. 
Den Spruch gibt es schon ewig, aber foodwatch sprach zuerst mit den Frikadellen.
Ein Schelm wer böses dabei denkt.


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