Freitag, 17. Dezember 2010

Aniscreme, Lebkuchen und Clementinen

Die Weihnachtliche Version einer Tiramisu, oder so etwas ähnliches. Im Moment mag ich ja diesen Anisgeschmack. Leichte Lakritznote, trotzdem Weihnachtlich aber anders, klarer und reiner als diese Mischungen mit Zimt und Co. Zusammen mit den knackigen Printenbröseln ergibt es dann aber wieder das volle weihnachtliche Gewürzspektrum in zwei Texturen. Nicht so Pampeartig wie bei Tiramisu.

80 g Puderzucker 
250g Mascarpone 
1El Anis, gemahlen 
2 Eier
100g Rheinische Kräuterprinten, selber gemacht oder vom Bäcker Zimmermann
3-4 Clementinen, in Filets


Printen in feine Würfel schneiden und 30 Minuten bei 60°C im Backofen trocknen. Auskühlen lassen und 
Eier trennen, Eigelb mit der Hälfte des Puderzuckers und dem Anis über einem heißen Wasserbad schaumig rühren. Mascarpone unterrühren. Eiweiß steif schlagen, restlichen Puderzucker einrieseln lassen und langsam unter die Creme heben. Einige der Printenbrösel in Gläser füllen, mit Creme bedecken, das ganze noch einmal so Schichten. Jetzt für mindestens 2 Stunden kalt stellen. Vor dem Servieren mit Clementinenfilets dekorieren. 


Rezept Rheinische Printen


250g Zuckerrübensirup
100g Kandisfarin
375g Roggenmehl
50g Orangeat, fein gehackt
1 Tl Orangenschale, gerieben
1 El Zimt
1Tl Anis, gemahlen
1/4 Tl Nelken, gemahlen
1/4 Tl Piment, gemahlen
1/4 Tl Ingwer, gemahlen
1/4 Tl Kardamom, gemahlen
1El Pottasche oder Natron
1 Prise Salz
1 El Rum


Sirup erhitzen, Zucker darin auflösen und etwas abkühlen lassen. Pottasche in etwas Rum auflösen. Mehl und die restlichen Gewürze trocken gut vermischen. Die handwarme Rübensirup-Mischung unterheben. Pottasche zugeben und alles gut verkneten.
Der Teig muss nun, gut in Folie gewickelt, kühl (Keller) mindestens 48 Stunden ruhen. Nicht im Kühlschrank, da wird er Steinhart.
Nach der Ruhezeit fingerdick ausrollen und in 2,5x8cm Rechtecke schneiden. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und in der unteren Schiene im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 15 Minuten backen. Das Zeug hält ewig und ist natürlich auch unersetzlich für den rheinischen Sauerbraten. Also jetzt daran Denken, etwas davon Beiseite zu legen, die printenfreie Zeit ist nicht mehr weit.
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