Mittwoch, 1. Februar 2012

Besuch im La Poele d´Or, Köln


Das La Poele d´Or  hat ja neuerdings 17 Punkte beim Gault Millau bekommen. Grund genug diese Bewertung unter die Lupe zu nehmen.
Das waren dann schon die guten Nachrichten. Eigentlich wollte ich keine negativen Berichte schreiben, aber da war auch nichts negativ im Poele d´Or. Es war alles , wie soll ich sagen so mittelmäßig, so nichts sagend, so langweilig. Alle Speisen waren hervorragend angerichtet, hatten aber nicht den Geschmack. Den Pfiff. Beispiel: Meine Mutter kochte Spaghetti in einem Liter Wasser ca. 20-25 Minuten, diese wurden kalt abgespült. Die sahen dann wieder gut aus, schmeckten aber trotzdem nicht. So in etwa. Die 17 Punkte sehe ich hier nicht. Dann kam noch der unglückliche Start dazu, der die Bewertung nicht gerade retten kann.

Wir betreten den Laden, nichts passiert. Nach ca. 1 Minute schaut uns der Kellner kurz an, von dem wir bis dato nur den Unterkörper gesehen haben, da er vorne übergebeugt irgendetwas schreibt. Wahrscheinlich zeichnet er eine neue Landkarte von Europa. Nach diesem kurzen Blickkontakt passiert aber wieder nichts, kein Zeichen des Erkennens, keine Handbewegung, kein Rufen nach Jemanden, einfach nichts. Nach gefühlten 8 Minuten ( In Wahrheit waren es wahrscheinlich keine 3), erbarmt sich dann die Aushilfe , die wohl nach einem kleinen Plausch mit dem Koch aus der Küche kommt und nimmt uns die Jacken ab und geleitet uns zum Tisch.  Dann passiert weitere 5 Minuten nichts. Als er dann die beiden bis jetzt besetzten 2er Tische ausreichend und langwierig bedient hat bequemt der Monsieur sich auch mal zu uns. Ansonsten ist die Bedienung den restlichen Abend OK. Na bis auf eine Sache noch. Irgend ein Trottel hat der armen Aushilfe wohl eingebleut, servieren und abräumen nur von rechts. Ich sass aber ca. 30 cm. von der Wand. Also musste sie sich zum servieren, zum abräumen, zum Besteck nachlegen jedes Mal an mir und meinem Stuhl vorbei quetschen. Ich also jedes Mal mit dem Stuhl nach vorne, der vom Nachbartisch mit dem Stuhl jedes Mal nach vorne, sie durch, ich Luft anhalten warten bis fertig und der vom Nachbartisch auch. Das war schon extrem störend, dann schon lieber von links servieren.

Ach und spannend war auch die Reservierung.
Er: La Poele d´Or  mein Name ist trallala, Blabla was kann ich für sie tun?
Ich: Mein Name ist trallala, Blabla einen Tisch für heute Abend.
Er: Wie war der Name:
Ich: tralala
E: Bitte
Ich: tralala
Er: heehhh
Ich: Soll ich buchstabieren
Er: Ja bitte
Ich: Theodor, Richard, Anton, Ludwig, Anton, Ludwig, Anton, Ludwig
Er: Hääähhhhh
Ich TEE, ER, AH, ELL, AH, ELL, AH
Er: Aha, ihre Telefonnummer bitte
Ich: 12345678
Er: Danke für ihren Anruf.
Ich: Äh, und der Tisch, ist noch einer frei?
Er: Ja selbstverständlich
Ich: Aha, Danke und auf Wiederhören
Kann man so machen, muss man aber nicht. Ich wartete nur noch darauf, dass er meine Kreditkartennummer haben wollte.

zum Rest



Amuse (Bild ganz oben

Kalbskopfsalat mit Romanesco und Entenstopfleber
(Romanesco waren nur die 3 Dingerchen die da als Deco rumliegen)
Froschschenkel und Kalbsbries Soubise mit Muntok-Pfeffersauce
(Es waren nur die Oberschenkel vom Frosch, inkl. der Knochen. Elende Piddelei am Tisch)
Steinbutt mit Petersilienwurzel, Büsumer Krabben und Bouillabaissesauce
(Der Fisch, wie man sieht leider etwas übergart, ansonsten noch der schmackhafteste Gang)

Der Hauptgang bestand wahlweise aus Kalb oder Reh
Filet und dicke Rippe vom Kalb mit herbstlichem Gemüse
Herbstliches Gemüse, hallo es ist fast Februar
Rehnüsschen und Presse von der Keule „Maghreb“
Das Maghreb such ich noch heute.
Ivoire-Schokolade und Muskat-Kürbis



Kommentar veröffentlichen