Donnerstag, 28. Februar 2013

Blumenkohl, Staudensellerie und Granatapfel





Frei aus dem neuen Kochbuch von Yotam Ottolenghi "Jerusalem"
Gerösteter Blumenkohl aus dem Backofen mit Staudensellerie, Cashewkernen, Granatäpfel und Blattpetersilie. Dazu ein Kotelett vom Durocschwein. Eine äußerst leckere Kombination. Sehr schön, der im Backofen geröstete Blumenkohl schmeckt sehr viel feiner, als die gekochte Variante. Unbedingt ausprobieren. Einfach den Kohl in Röschen zerteilen, mit etwas Öl in eine Auflaufform geben und unter öfteren
Rühren, bei 220C ca. 25 Minuten rösten.




Dienstag, 26. Februar 2013

Poele d'Or Zweiter Versuch

Man sollten jedem eine zweite Chance geben. Also haben wir uns noch einmal in das Poele d'Or aufgemacht.
Was soll man sagen es war ein unvergesslicher Abend. Das Essen war Super. Gute Zutaten und schön kombiniert. Service um Welten besser als beim ersten Mal. So können wir die 17 Punkte im GM auch nachvollziehen.




Zur Einstimmung




Sardine zum Amuset




Schwarzwurzelcreme, darin ein Wachtelei, Trüffelschaum und oben ein Kaffeemacaron mit Schinkencreme, auch Amuse




Gänseleber in Schokolade und geräuchert mit Banyulseis und Brioche




Jakobsmuschel




Rotbarbe und Lammfilet mit Artischocke, leider viel zu Sauer, aber die Idee ist gut




Nierenzapfen, Kartoffel und Rote Beete




Schöne Weine




Der Käsewagen




Schokodessert




Für zum Kaffee

Montag, 18. Februar 2013

Best Macarons in Town aka Törtchen Törtchen

Natürlich kein Vergleich mit Paris, aber wer kann schon immer für ein par Macarons nach Paris fahren.


Es gibt auch eine Filiale in Düsseldorf. Wens Interessiert.



—-- Artikel wurde auf meinem iPad erstellt

Freitag, 15. Februar 2013

Willi Igel, Boschis, Pira e Figli, Barolo Cannubi 1996



Weh-Weh-Weh Willis Wein Werkstatt
Heute auf der Hebebühne: Chiara Boschis, Pira e Figli, Barolo Cannubi 1996
Gerade haben die im Radio ernsthaft darüber berichtet, dass irgendsoein Verkehrspolitikerkongress diskutiert, warum die Autofahrer heute so gereizt sind und beim geringsten Anlass viel härter aufeinander losgehen als früher. Verroht die Menschheit?
Nö! Früher war Autofahren eben weniger nervend. Damals vor der Währungsreform. Aber seitdem hat sich viel geändert:
- Egal wie lang und oft es sich staut, die Engstelle wird nicht ausgebaut. Obwohl es mehr KfZ-Steuereinnahmen als je zuvor gibt, plus mehr Mineralölsteuereinnahmen als je zuvor und einen Rekordstand an Einnahmen aus Bußgeldern wegen der Überschreitung von Verboten, die lediglich zur Erzielung von Einnahmen aus Bußgeldern verhängt worden sind.
- Oder warum ist auf der achtzig Jahre alten Autobahn zwischen Köln und Bonn nach 75 Jahren ihrer Existenz erstmals eine Geschwindigkeitsbegrenzung verhängt worden? Wegen "Lärmschutz"! Obwohl die KfZ heute leiser sind als je zuvor? Und obwohl jeder, der da heute wohnt, schon wusste, dass da eine Autobahn ist, als er hinzog.
- Und warum haben die Städte bei steigenden Einwohnerzahlen immer weniger Parkplätze? Sieht da keiner die Notwendigkeit auch Stellplätze für die KfZ der neuen Bürger und deren Gäste vorzusehen? Während jeder Gastronom, der eine Kneipe betreibt, für die von den Gästen theoretisch benötigten öffentlichen Parkplätze eine Abgabe zahlen muss, selbst wenn solche Parkplätze nicht vorhanden sind?
- In den Städten werden die Straßen auch noch enger gebaut. Verkehrsberuhigung! Deren höchste Form, so dachte ich immer, ist der Stau. Stimmt nicht, den kann man noch steigern durch den Kollaps!
- Oder was genau bringt die Stadt Bonn und die Bundesautobahnverwaltung auf die Idee, alle drei Bonner Rheinbrücken gleichzeitig zu sanieren? Ist das eine faktische Wiederteilung der Republik entlang des Rheines, Wiederherstellung der alten französischen Rheinprovinz? Oder wirklich nur Dummheit? Oder Schikane? Oder eine Marketingnummer der Amphicar-Industrie? Wieviel Stau wird das generieren, welche volkswirtschaftlichen Kosten zeitigen, wieviele Nervenzusammenbrüche?
- Und woran liegt es, dass es in Köln keine "grüne Welle" gibt. Ich meine, die Stadt hat ein Verkehrssystem, das aus Ringstraßen und Ausfallstraßen besteht, die diese Ringstraßen sternförmig schneiden. Sollte es da nicht möglich sein, dass man ENTWEDER auf den Ringstraßen ODER auf den Ausfallstraßen eine "grüne Welle" installiert? Zumindest in eine Richtung? Auf den Ausfallstraßen morgens stadteinwärts, abends stadtauswärts? Vielleicht geht sowas mit etwas Nachdenken sogar auf Ringstraßen und Ausfallstraßen gleichzeitig?
- Überhaupt, warum gibt es in meiner Stadt immer weniger Parkplätze? Die werden vernichtet, durch Bäume, Rasenfläschen etc. ersetzt ("Straßenbegleitgrün", die haben sogar einen ihrer Depperlnamen dafür!) oder halt durch Radwege. Die baut man - ungelogen - auch zur Autobahn hinaus, weil da ja jeder Radfahrer mal hin will - jedenfalls wenn er mal prominent in den Verkehrshinweisen im Radio erwähnt werden möchte.
- Aber ich war ja bei den verschwindenden Parkplätzen. Ich habe so den Eindruck, dass für jeden Parkplatz der abgeschafft wird eine Verkehrsüberwacherin eingestellt wird. Die soll nicht störende KfW aufschreiben oder abschleppen lassen, damit der Verkehr besser läuft. Die soll Geld bringen. Wir haben da so eine, die wiegt etwa so viel, wie der Smart, in dem sie durch die Gegend fährt. Und weil sie so fett ist, kann sie auch keine weiten Wege zurücklegen. Also parkt sie in zweiter Reihe neben einem "Falschparker", der nicht stört, aber halt auch in einem der nur zur Erzielung von Bußgeld-Einnahmen verhängten völlig unsinnigen Parkverbote steht. So verursacht sie ganz legal die Verkehrsbehinderung, um den aufzuschreiben, der den Verkehr nicht behindert, sich aber formal illegal verhält.
UND DA FRAGEN DIE, WARUM DIE AUTOFAHRER GEREIZTER WERDEN???
Aber wir wollen ja Anreize schaffen, dass die Leute auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen, nicht wahr? Gut so! Aber auf welche? U-Bahn? Geht nicht, da liegt das Stadtarchiv drin! Flugzeug? Geht auch nicht, Wowereit! Bahn? Vielleicht, wenn die ihren Bahnhof in Stuttgart mal fertig beerdigt haben. Für das alles sind dieselben Pfeifen zuständig, die den Autoverkehr nicht organisiert bekommen...
Gut, ok, eine andere Lösung ist natürlich Alkohol am Steuer. Straßenbegleitgrüner Veltliner zum Beispiel. Auch verboten, aber wenn man sowieso immer Bußgelder zahlen muss, ist es ja irgendwann auch egal wofür. Und der Alkohol, der nimmt ja erst mal eine ganze Weile die Gereiztheit. Jedenfalls bei vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Zum Beispiel der Barolo Cannubi 1996 von Pira e Filgi. Der hat so satt Alkohol, der hilft sogar gegen die Dicke im Smart. Ab der zweiten Flasche sieht die ganz passabel aus.
Also rein ins Glas damit! Also mit dem Barolo, nicht mit dem hübschen Smartie. Und der Barolo ist von Chiara Boschis gemacht, die seit einigen zwanzig Jahren Pira e Figli auf ganz hohes Niveau gebracht hat. Sehr feine, elegante, aber nicht wirklich dezente Nase. Fleischiger Nebbiolo, leicht erdig, aber alles andere als streng oder animalisch. Unfassbar harmonisch, so dass man zwischendrin fast auf die Idee kommen könnte, es mit einem nicht ganz rebsortentypischen Bordeaux oder mit einem sehr gehobenen Kalifornier zu tun zu haben.
Am Gaumen mürbe rote Frucht, sehr, sehr spielerisch, fein, leichtfüßig. Dazu eine leicht tabakige Note, ein kräutriger Hauch und fleischextraktige Würze, die richtig viel Schmelz im Kreuz hat. Unglaublich harmonisch auch hier. Mit der Zeit immer vielschichtiger und auch expressiver. Wirkt jünger als er ist, 1996 altert im Piemont viel langsamer als 1997, das merkt man immer wieder. Am Anfang hätte man ihn fast für leicht halten können, jetzt hat er aber Druck wie Gutenberg persönlich. Diese fast gewalttätige Kraft und dabei zugleich eine solche Eleganz, das ist groß! Phantastische Länge und bis tief in den Abgang hinein mit Fülle und Komplexität unterwegs. Hinten heraus kommt erstmal eine mineralische Note hervor, etwas Teer, auch rauchige Töne sind jetzt wahrzunehmen. Dicht, opulent.
Legt mit Luft nach etwa einer halben Stunde noch einmal gewaltig zu, vor allem die Mineralität drängt sich mehr und mehr in die Mitte. Saftig, das hat Spiel und Druck. Klassebarolo! 93 von 100 Willipunkten. Wird mein persönlicher Begeisterfahrer!

Mittwoch, 13. Februar 2013

Champagnercocktail Old School




Das Ergebnis ist deutlich besser als die Zutat Ingwerwein Verspricht. Auf der Flasche steht man möge ein Stück Würfelzucker in ein Glas geben, darauf 2/5 Ingwerwein und mit 3/5 Champagner aufgießen. Auf das Stück Würfelzucker habe ich generös verzichtet, denn der Ingwerwein ist an sich schon süß genug. Die Idee ist gut, weil der Geschmack entfernt an Ginger Ale erinnert und somit den Gaumen nicht völlig unvorbereitet attackiert. Mit der kühlen Herbheit des Champagner gewinnt das Zeug aber eindeutig. Die Mischung macht's.

Samstag, 9. Februar 2013

Siedewange, Schwarzwurzel und Jalapeno Grie Soß




Tafelspitz ist lecker aber generell zu mager. In der Ochsenbacke ist eindeutig mehr Glibber und Bindegewebe welches das Siedefleisch zum Geschmackserlebnis mutieren läßt. Gleiches gilt für die normale Frankfurter Grüne Soße. Diese wurde durch den Einsatz von zwei grünen Jalapenos erheblich gepimpt. Keine Bange, Jalapenos hören sich schärfer an, als sie dann Letztendlich sind. Dazu gab es gebratene Schwarzwurzeln und etwas Topinamburpüree.

Rezept gibt es aus Zeitmangel im Moment keine. Karneval in Kölle, hallo.
Aber ganz kurz ohne Mengenangaben.
Backen kalt abwaschen und kurz überbrühen. In einem Topf mit kaltem Wasser, einem Bund Suppengemüse und etwas Salz aufsetzen. Einmal aufkochen und dann einige Stunden simmern lassen. Dieses Mal habe ich einige Shitake Pilze mitgekocht. Diese gaben ein besonderes Aroma, müssen aber nicht unbedingt sein, sind meiner Meinung nach aber so das Tüpfelchen auf dem I.
Grüne Soße nach Packungsanweisung bereiten. Will heißen im gut sortierten Supermarkt gibt eine Packung frischer Kräuter die man nur noch kleinschneiden und mit etwas Sauerrahm in Mixer ganz fein zerkleinern muss. Diese besagte Packung wurde durch zwei Jalapenos ergänzt. Mit Salz abschmecken. Fertig.
Topinamburpüree und Schwarzwurzeln muss ich jetzt nicht näher erklären. Wer doch möchte, bitte im Kommentar erwähnen. Schicke dann eine PN oder auch nicht, ist Karneval.
Kölle Alaaf und Düsseldorf Helau der Rheinländer an sich ist ja Tolerant.

Montag, 4. Februar 2013

Menü zur Amerikaprobe

Probe kleiner und mittlerer gereifter amerikanischer Weine. Dazu gab es folgendes Menü.
Bericht über die Weine folgt.

 Shi Take Beeftea

 Foie Cake mit Hauszwetschgen

 Thunfisch, Joghurt und Olivenöl

 Spanferkel, Gemüse und Sesampaste

Brillart Savarin, Radicchio und Blutorangen

Himbeeren, Löffelbiskuit und Nussnougaterde 

Turroneis, Zitronensüppchen und Schaum