Samstag, 15. Oktober 2011

Grünhalsente, Pfannekuchen und Gemüse



Der Lieferant meines Vertrauens hatte Nantaiser Enten im Angebot.
Die Grünhalsente ist eine domestizierte Form der Stockente. Das sind die Viecher die auf jeder Pfütze in Köln die größer 3qm ist herumschwimmen. Diese Grünhalsenten werden allerdings gerne in der Gegend von Nantaise gehalten und eine davon hat den weiten Weg nach Köln gefunden. Allerdings nicht im Fluge sondern gerupft und ausgenommen, gut gekühlt in einem LKW.
 Die kleinen Tierchen sind gerade einmal ausreichend für 2 Personen. Bei einem Gewicht von knapp 900g kein Wunder. Wichtig für eine knusprige Haut ist, das diese nicht so viel Fett beinhaltet. Deshalb sind Barbarie und ähnliche eher ungeeignet um als Pekingente zu fungieren.
Überraschender Weise ist diese Ente geschmacklich unserer Hausente oder der Barbarieente näher als der gemeinen Wildente. Warum dies so ist kann ich jetzt leider auch nicht sagen. Das Fleisch ist in jedem Fall von der Konsistenz her saftiger und zarter als von den mir sonst bekannten Entenarten.

Zufällig stand in der neuen "Lecker"  dann das Rezept "Pekingente in Kokoscrepes" , welches umgehend umgesetzt wurde. Das hat zwar nicht wirklich etwas mit einer Pekingente gemein, hörte sich aber gut an.
Leicht abgewandelt und auch nur für 2 Personen.
Die Bratzeit der Ente bezieht sich auf eine kleine Ente. Bei größeren Exemplaren bitte anpassen.

Leider habe ich nur dieses Foto vom Mobilphone.

Rezept



1 Bnd Koriander
1 Nantaiser Ente
Paprika, edelsüß
Salz, Pfeffer und Zucker

3El Sojasauce
2 El Ahornsirup, hier im Rheinland verwendet man natürlich Rübenkraut
1 El Zitronensaft

2 Eier
50ml Milch
75ml Kokosmilch
65g Mehl

1/8l.  Hoisin-Sauce
1 Tl. Sesamöl
etwas Chilisauce
etwas geriebenen Ingwer

1/2 Gurke
1 Bnd Lauchzwiebeln
Butterschmalz
etwas Mineralwasser



Ofen auf 175°C vorheizen. Ente innen und außen waschen und trocken tupfen. Korinader waschen und trocken schütteln. Ente mit Salz, Pfeffer und Paprika innen und außen würzen. Koriander mit Stielen hineinfüllen.

Die Ente innen und außen waschen
Die Ente in eine Auflaufform setzen und im heißen Ofen 70 Minuten braten. Nach 40 Minuten etwas Wasser angießen. Sojasauce, Rübenkraut und Zitronensaft verrühren. Die Ente mehrmals damit bestreichen.

Für die Crepes Eier, Prise Salz und Prise Zucker mit den Rührgerät schaumig schlagen. Erst Milch und Kokosmilch, dann Mehl unterrühren. Ca. 30 Minuten quellen lassen. Für die Sauce etwas Wasser erhitzen Hoisinsauce, Sesamöl, Chilisauce und Ingwer einrühren. Für das Gemüse Gurke und Lauchzwiebeln putzen, waschen und in feine Streifen schneiden. Für die Crepes Schmalz portionsweise in einer kleinen Pfanne (ca. 20cm) erhitzen. Mineralwasser zu dem Crepeteig gießen. Daraus nacheinander 12 Crepes backen. Im Ofen bei ca. 50°C warmhalten.

Ente aus dem Ofen nehmen und kurz abkühlen lassen. Haut in abziehen und in Streifen schneiden. Brust in Streifen schneiden, das restliche Fleisch auseinanderzupfen. Crepes mit der Hoisinsauce bestreichen. Mit Gemüse, Entenfleisch und -haut belegen und zu Tüten formen.
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