Mittwoch, 2. Mai 2012

Besuch im L`escalier, Köln


Das L´eskalier gibt es schon lange. Doch urplötzlich hat sich der langjährige Chef Jens Dannefeld aus dem Geschäft zurückgezogen. Danach stand der Laden längere Zeit leer. Seit dem 1. März gibt es einen neuen Koch. Der junge Maximilian Lorenz hat das L´eskalier übernommen. Grund genug um der Lokalität einen Besuch abzustatten.

An der Inneneinrichtung scheint sich, laut unserer Erinnerung, seit Dannefeld nicht viel verändert zu haben. Einige Tische wurden umgestellt, aber das war es wohl schon.

Der Service ist freundlich und ambitioniert aber noch sehr unorganisiert. Nach 2 Monaten sollte das jedoch schon deutlich runder laufen.

Wir wurden ausgesprochen freundlich begrüßt, auch wurden wir nach einem Aperitif gefragt welcher auch schnell serviert wurde. Dieser wurde auch recht schnell gebracht, noch Wasser bestellt. Ja und dann passierte erst mal nichts mehr. Nach 20 Minuten wurde uns dann Wasser eingeschenkt und ein Gruß aus der Küche serviert. Die Speisekarte wurde erst später gereicht. Der Bestellvorgang ging dann recht schnell vonstatten, allerdings warteten wir dann wiederum 20 Minuten auf die Weinkarte die uns erst nach nochmaligen Anfragen überbracht wurde. So kam es dann wie es kommen musste, die Jakobsmuschel war schon auf dem Tisch ohne das ich die Bestellung des Weines loswerden konnte. Dieser wurde dann im Eiltempo nachgereicht. Leider verschwand auch die Weinkarte wieder und nahm uns damit die Möglichkeit noch einen Rotwein auszuwählen oder einfach noch einen weiteren Blick hineinzuwerfen.

Wir haben uns, ganz entgegen unserer normalen Gewohnheit Abends nicht mehr so viel zu Essen für das große Menü entschieden.
Die Küche war deutlich organisierter alle 10-15 Minuten stand dann ein neuer Gang vor uns, der auch Geschmacklich überzeugen konnte. Auch die Größe der Gerichte war gut angepasst und machte einen nicht zu satt. Einzig der Dessert wollte nicht an die Klasse der Vorangegangenen Speisen heranreichen und viel deutlich ab.

Wie wir an den Nachbartischen sehen konnten, kann man im L´eskalier jedoch auch im a la Carle Service mit Vor- und Hauptspeise durchaus satt werden.

Nach der Vorspeise fluppte dann auch der Service bis auf die Kleinigkeit, dass uns die zweite Flasche Wein kellerwarm zum probieren gegeben wurde. Der kluge Service hätte hier vielleicht vorbauen können.



zum Menü






Amuse bouche
Petersilie | Haselnuss | Miesmuschel




Duett von Jakobsmuschel
Schnitte von Buttermilch und Radieschen |
Safrangel | Rosinen-Estragonsorbet




Gedämpftes Filet vom Polarsaibling
Erbsen-Minz-Crème | Brunnenkressesalat | 
Champagnerbutter




Dies und Das vom Perlhuhn
Graubrotsalat | Violetter Senf | Majoran-Aromen




Leipziger Allerei
„neu interpretiert“ mit Flusskrebsen




Gebratene Gänsestopfleber
Portweinlinsen | Orangenmousse | Trüffeljus

Leider vergessen abzulichten
War eine Kugel Orangina Sorbet mit Gin aufgegossen

La Pause
Intermezzo von Monkey 47 und Orangina




Trilogie vom Milchkalb
Reduktion von Arabicabohnen | „Semmelknödel“ |
Kölner Schrebergarten




Dessert von Rhababer und weißer Schokolade




zum Kaffee


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