Besuch im L`escalier, Köln


Das L´eskalier gibt es schon lange. Doch urplötzlich hat sich der langjährige Chef Jens Dannefeld aus dem Geschäft zurückgezogen. Danach stand der Laden längere Zeit leer. Seit dem 1. März gibt es einen neuen Koch. Der junge Maximilian Lorenz hat das L´eskalier übernommen. Grund genug um der Lokalität einen Besuch abzustatten.

An der Inneneinrichtung scheint sich, laut unserer Erinnerung, seit Dannefeld nicht viel verändert zu haben. Einige Tische wurden umgestellt, aber das war es wohl schon.

Der Service ist freundlich und ambitioniert aber noch sehr unorganisiert. Nach 2 Monaten sollte das jedoch schon deutlich runder laufen.

Wir wurden ausgesprochen freundlich begrüßt, auch wurden wir nach einem Aperitif gefragt welcher auch schnell serviert wurde. Dieser wurde auch recht schnell gebracht, noch Wasser bestellt. Ja und dann passierte erst mal nichts mehr. Nach 20 Minuten wurde uns dann Wasser eingeschenkt und ein Gruß aus der Küche serviert. Die Speisekarte wurde erst später gereicht. Der Bestellvorgang ging dann recht schnell vonstatten, allerdings warteten wir dann wiederum 20 Minuten auf die Weinkarte die uns erst nach nochmaligen Anfragen überbracht wurde. So kam es dann wie es kommen musste, die Jakobsmuschel war schon auf dem Tisch ohne das ich die Bestellung des Weines loswerden konnte. Dieser wurde dann im Eiltempo nachgereicht. Leider verschwand auch die Weinkarte wieder und nahm uns damit die Möglichkeit noch einen Rotwein auszuwählen oder einfach noch einen weiteren Blick hineinzuwerfen.

Wir haben uns, ganz entgegen unserer normalen Gewohnheit Abends nicht mehr so viel zu Essen für das große Menü entschieden.
Die Küche war deutlich organisierter alle 10-15 Minuten stand dann ein neuer Gang vor uns, der auch Geschmacklich überzeugen konnte. Auch die Größe der Gerichte war gut angepasst und machte einen nicht zu satt. Einzig der Dessert wollte nicht an die Klasse der Vorangegangenen Speisen heranreichen und viel deutlich ab.

Wie wir an den Nachbartischen sehen konnten, kann man im L´eskalier jedoch auch im a la Carle Service mit Vor- und Hauptspeise durchaus satt werden.

Nach der Vorspeise fluppte dann auch der Service bis auf die Kleinigkeit, dass uns die zweite Flasche Wein kellerwarm zum probieren gegeben wurde. Der kluge Service hätte hier vielleicht vorbauen können.



zum Menü






Amuse bouche
Petersilie | Haselnuss | Miesmuschel




Duett von Jakobsmuschel
Schnitte von Buttermilch und Radieschen |
Safrangel | Rosinen-Estragonsorbet




Gedämpftes Filet vom Polarsaibling
Erbsen-Minz-Crème | Brunnenkressesalat | 
Champagnerbutter




Dies und Das vom Perlhuhn
Graubrotsalat | Violetter Senf | Majoran-Aromen




Leipziger Allerei
„neu interpretiert“ mit Flusskrebsen




Gebratene Gänsestopfleber
Portweinlinsen | Orangenmousse | Trüffeljus

Leider vergessen abzulichten
War eine Kugel Orangina Sorbet mit Gin aufgegossen

La Pause
Intermezzo von Monkey 47 und Orangina




Trilogie vom Milchkalb
Reduktion von Arabicabohnen | „Semmelknödel“ |
Kölner Schrebergarten




Dessert von Rhababer und weißer Schokolade




zum Kaffee


Kommentare

Anonym hat gesagt…
Sieht doch insgesamt so gut aus, dass ich mal wieder hingehen werde.
Fritz Zickuhr hat gesagt…
Das sollte man in jedem Fall tun. Essen war ja Gut. Das mit dem Service wird schon und wenn nicht sollte man dem Koch mal einen Hinweis geben.
Erlebniskochen hat gesagt…
Super, es war um diese Adresse auch schade und schön, dass sich ein junger Mann (wohl zu recht) zutraut den Laden zu führen.
Anonym hat gesagt…
Hatte einen Gutschein der vor nicht einmal einem Jahr beim alten Inhaber Dannefeld ausgestellt wurde. Wollte ihn einlösen und kriegte eine sehr unfreundliche Abfuhr, dass ein bereits bezahltes 3-Gänge-Menü ersatzlos verfallen ist sei, da ein Inhaberwechsel stattgefunden hätte.
Rechtens,aber unsympathisch.
Im Juli bezahlt, im November Inhaberwechsel. Da sollte man die Verpflichtungen mit übernommen haben und falls keine entsprechende Regelung getroffen wurde, sollte das "guter Ton" sein. Könnte man in einem guten LOkal jedenfalls erwarten. - Immerhin wäre ich nicht alleine gekommen und meine Begleiter hätten ihre 3-Gänge-MEnüs ja an den jetzigen Inhaber bezahlt. Evtl. wäre der ein oder andere als Kunde "hängen geblieben". In jedem Falle aber wäre ein sympathischer Eindruck geblieben.
Freunden, denen ich das erzählt habe, finde das Verhalten ebenfalls unmöglich. - Rate von Gutscheinkäufen hier ab. Wer so damit umgeht, genießt nicht das entsprechende Vertrauen für eine Leistung in Vorkasse zu gehen.

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