Montag, 27. Juli 2015

Weh-Geh-Weh Willis Gastro Werkstatt Heute: Vierschänkentournee Teil 8



Der Gourmetigel ist noch immer im Hogxit in den USA. Und klopft bei George Walker mal ein wenig auf den Bush, welche Chancen Bruder Jeb denn bei den Präsidentschaftswahlen gegen das Flinten-Weib das Clinton-Weib so haben könnte.

Irgendwie verkommt die Politik jenseits des Atlantiks immer mehr zum Family Business. Der Bruder bzw. Sohn zweier vorheriger Präsidenten tritt gegen die Frau eines anderen Expräsidenten an. Auf deutsche Verhältnisse übertragen hieße das, wir könnten uns auf einen Wahlkampf Walter Kohl gegen Doris Schröder-Köpf einrichten. Das möchte ich mir gar nicht erst ausmalen müssen. Und der SPD-Mann Albig offenbar auch nicht. Deswegen hat er seiner Partei vorgeschlagen, zur kommenden Bundestagswahl keinen eigenen Kandidaten mehr aufzustellen, sondern gleich für eine Verlängerung der Regentschaft Merkel zu kämpfen. Am liebsten würde er wohl die Angie zur Konsulin auf Lebenszeit machen. Wenn Frau Merkel jetzt noch den Jeb oder wenigstens den Donald mit der lustigen Frisur heiratete, wären die Kinder reif für die Weltherrschaft. That´s why the lady is a Trump.

Kulinarisch hat die deutsch-amerikanische Fusion schon stattgefunden, wie dieses dramatische Bilddokument von der 3rd Avenue belegt:




Irgendwie habe es geschafft, mir den Besuch in diesem Haus zu verkneifen und statt dessen meine Sternfahrt durch New York fortzusetzen. Zweite Station war das Le Bernardin. Stilvoll eingerichtet, die Tische nicht ganz so eng gestellt wie bei Vongerichten. Eng genug ist es aber immer noch. Und laut. Sehr laut. Nur wenig leiser als im Jean-Georges. Die Stoffbespannung an den Wänden und die großen Blumengestecke, die als Raumteiler fungieren, fressen wohl ein bis zwei Dezibel. Ansonsten gibt es viel Holz, an der Decke und an den Wänden. Im Hintergrund an der Wand ein riesiges Ölgemälde mit einer halbabstrakten Berglandschaft. Das Ganze wirkt elegant, stilvoll und nobel.

Samstag, 25. Juli 2015

Weh-Geh-Weh Willis Gastro Werkstatt Heute: Vierschänkentournee Teil 7


Ja, ich gebe es zu, der Gourmetigel hat viel zu lange nicht mehr über seine Fresskapaden berichtet. Man dringt ja auch nicht mehr durch in einer Medienlandschaft, die ganz und gar vom Grexit und der neuen Leidenschaft der CSU für verfassungswidrige Gesetze dominiert wird. Irgendwie unterwältigend, wie der Herr Dobrindt mit der Autobahnvignette den Untergang seines Ministeriums vorantreibt. Ich sehe schon die Todesanzeige vor mir: "Gesunken mit Mann und Maut". Vignette kommt etymologisch ja von "Vigne", die Weinrebe. Also nur konsequent, wenn die Politik zum Weinen ist. Dass nun auch noch die Herdprämie rechtswidrig sein soll, lässt den Münchner Vollhorst zu Hochform auflaufen. Nun plant er eine Betreuungsmaut für Ausländerkinder. Klingt nach zwei Fliegen mit einer Schlappe.
Anderswo in Berlin arbeitet die Politik daran, Griechenland im Euro zu halten. Offenbar waren die beiden ersten Rettungspakete nicht richtig angekommen - kann am Poststreik gelegen haben. Nun wird ein drittes geschnürt, obwohl der Bosbach dagegen ist. Der hat deswegen sein Nebenamt als Vorsitzender des Innenausschusses niedergelegt. Das Hauptamt als Pausenclown im öffentlich-rechtlichen Fernsehen will er aber weiter ausüben. Ein anderer Luckenbüßer hat die AfD verlassen. Lucke Luke, der Mann der schneller davonzieht als sein eigener Schatten. Den er unzweifelhaft hat, wenn er denkt, dass er in seinem neuen Verein auf Dauer das Alfamännchen sein darf.

Mann, Mann, Mann, wenn man das alles so sieht, dann gibt es nur eines, Republikflucht. Hogxit! Auf in die USA! Fly like an Igel! Die haben da noch richtige Politiker. Das Trumpeltier zum Beispiel, mit seinen einfühlsamen Bemerkungen über Mexikaner und andere Migranten. Eigentlich Realsatire, auch wegen der Frisur. Ich bin nicht sicher, ob das wirklich Nackenhaare sind, die der sich über gefühlt drei Kilometer hinweg in die Stirn kämmt. Könnten auch Rückenhaare sein. Oder kommen die von noch weiter unten?

Angeblich soll man auch ganz guten Essen, im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Allein New York hat sechs Dreisternelokale. Die habe ich einfach mal der Reihe nach durchgetestet. Den Anfang machte das "Jean-Georges". Benannt nach dem Vornamen des Chefs: Jean-Georges Vongerichten. Der betreibt weltweit etwa zwanzig Restaurants. An sich habe ich gegen so Leute etwas, die Spitzenköche sollen sich lieber mal auf einen Betrieb konzentrieren, wir sind doch nicht bei Mc Donalds. Aber der Meister Vongerichten war mir 2005 schon positiv aufgefallen, als ich in seinem mittlerweile leider geschlossenen "Vong" in New York das beste Crossover aus Thaiküche und französischer Hochküche genossen habe, das mir je in den Pansen gerutscht ist. Insofern lag die Erwartungslatte ziemlich hoch.

Klein denken gehört ja zu den Kerninkompetenzen des New Yorkers. Und das merkt man auch im Jean-Georges. Zwei stattliche Säle, mindestens hundert Sitzplätze, dazu addieren sich noch die Hocker an der ausladenden Bar im ersten Saal. Insgesamt finden mindestens 130 Leute Platz. Das liegt zum Teil auch an der Sitzordnung. Selbst ohne Albatros-Spannweite hätte der etwas brachylodaktische Gourmetigel keinerlei Schwierigkeiten gehabt, Gäste an mindestens zwei der Nachbartische zu berühren. Bonus-Track: Es gelingt nahezu mühelos, den Gesprächen am Nachbartisch zu folgen. Die kleine Einschränkung auf das "nahezu" ist dem Umstand geschuldet, dass man nur zwei Ohren aber mindestens drei Nachbartische hat, die Gespräche sich insofern etwas überlagern. Da amerikanisches Englisch eine Sprache ist, die laut gesprochen werden muss (ein Gesetz des Bundesstaats New York aus dem 16. Jahrhundert, das bedauerlicherweise nie aufgehoben worden ist), entsteht nach wenigen Minuten der Wunsch nach einem paar Ohrenschützer. So etwa das Modell, das die Jungs verwenden, die mit dem Presslufthammer die Straßen aufstemmen.


Mittwoch, 8. Juli 2015

Das "Cantharel" Blerick bei Venlo














Wer mal in der Nähe von Venlo weilt, dem sei unbedingt ein Abstecher ins Cantharel empfohlen. Nett eingerichteter Gastraum, aufmerksame Bedienung und natürlich auch eine erfrischende Küche.











Cobia an mariniertem Gemüse
Wachtel mit Champignon Raviolo und Limonenschaum
Landgemüse und Rumpsteak
Heidelbeer-Zabaione Smoothie
alles für 45,- inkl. Kaffee und Aperitif.







http://www.restaurantdecantharel.nl/www.restaurantdecantharel.nl/welkom.html