Dienstag, 30. April 2013

Willis Hausbesuche: Mainzer Weinbörse 2013



Weh-Weh-Weh Willis Hausbesuche


Heute: Mainzer Weinbörse 2013

Frauenquote, wir brauchen eine Frauenquote, ja klar! Also in meinem Bett jedenfalls habe ich eine, da muss neben mir ein Igelweibchen liegen und kein Igelmännchen. In der Wirtschaft ist das eine etwas andere Sache. Wenn man zum Beispiel in Unternehmen eine Frauenquote einführt, die vor allem Mathematiker und Ingenieure beschäftigen, ist das mit der Quote so eine Sache, weil eben vergleichsweise wenige Frauen Ingenieurswesen oder Mathematik studieren. Da muss man dann sehr schnell richtig schlechte einstellen oder befördern, wenn man sich nicht den Zorn der Grünen zuziehen will.

Überhaupt ist mir nicht so ganz ersichtlich, warum der gesamte private Sektor die geschlechtliche Zusammensetzung unserer Gesellschaft eins zu eins abbilden muss. Ist es nicht ein Eingriff in die unternehmerische Freiheit, wenn einem Betrieb vorgegeben wird, zu welchen Prozentzahlen Frauen oder Männer einzustellen oder zu befördern sind? Und warum lässt man es bei den Geschlechtern bewenden? Müssen nicht auch andere Randgruppen der Gesellschaft in den Führungspositionen unserer Konzerne proportional zum Vorkommen in der Gesellschaft abgebildet werden, wenn wir Diskriminierung verhindern wollen? Also her mit einer Quote für Menschen mit Migrationshintergrund! Und einer Quote für Schwule und Lesben, wahrscheinlich das dann auch noch hälftig austariert. Wobei noch zu klären wäre, ob die Lesben gleichzeitig unter die Frauenquote fallen – oder zählen wir da eher die Schwulen? Und wie verrechnet man das ggf. mit der Geschlechterquote? Dann braucht´s natürlich eine Quote für Muslime, eine Quote für Journalisten türkischer Zeitungen, je eine Quote für Träger von Hosenträgern und für Träger von Gürteln, Linksträger, Rechtsträger, Bedenkenträger, eine Behindertenquote und, und, und. Irgendwann hat die political correctness uns dann so weit, dass wir nach Qualifikationen für einen Posten gar nicht mehr fragen müssen. Ich sehe schon die Stellenanzeigen der Zukunft vor mir: „Gesucht wird lesbische muslimische türkische Journalistin mit Migrationshintergrund, Hosenträgern und Behinderung. Fachliche Qualifikationen egal.“


Vor diesem Hintergrund prangere ich es an, dass auf der Mainzer Weinbörse unter 175 Betrieben lediglich ein einziges Weingut mit weiblichem Namen vertreten war, die gute alte Witwe Thanisch. Ansonsten Jean Stodden, Andreas Laible, Horst und Rainer Sauer, Ludwig Knoll, Toni Jost, Van Volxem (geborener Morrison), Franz und Willi Haag, Philipp Kuhn, Jürgen Ellwanger, Männer wohin man schaut, ich könnte stundenlang weiter aufzählen. Skandal!

Und leben wir eigentlich noch in einer Republik? In Mainz gab’s eine satte Adelsquote, Fürst Hohenlohe, Fürst Castell, Fürst Löwenstein und einfach nur Fürst, Herzog Württemberg, Reichsgraf Kesselstadt, Reichsgraf Hoensbroech, Prinz von Hessen, Prinz Salm oder schlicht Prinz (hat der früher nicht als Artist formerly known as Simpel auch Musik gemacht?), von Winning, von Bassermann, Markgraf von Baden, Freiherr Franckenstein, Graf von Schönborn und so weiter. Ganz klar, der VDP muss in den kommenden Jahren neu zusammengesetzt werden, mehr Frauen, weniger Adel!

Insofern habe ich nur unter Protest verkostet, was dieser chauvinistische Männerbund des ersten Standes da wieder zusammengekeltert hatte. Wie immer beschränkte ich mich auf die Verkostung des Rieslings, obwohl natürlich eine Dornfelderquote angezeigt gewesen wäre. Oder wenigstens Domina, da wäre auch die Frauenquote und die S/M-Quote mit abgedeckt gewesen.

Freitag, 26. April 2013

Eier, Dicke Bohnen und Minze




Dicke Bohnen Frittata. Nach einer Idee von Nigel Slater. Da im Moment keine Dicke Bohnen Zeit ist habe ich welche aus Alaska genommen. Hat aber auch sehr gut geschmeckt. Die Minze gibt den richtigen Kick. Das wird in jedem Fall wiederholt mit frischen Dicken Bohnen. Dazu gab es kabeljaufilet aus dem Backofen mit Berbere gewürzt. Ich gewöhn mich langsam an das arabische Würzen.

Montag, 22. April 2013

Romanasalatherzen, Ingwer und Zitronengras




Die Idee zu diesem Rezept habe ich aus einer englischen Zeitung. Dort wurden zwar Kopfsalatherzen verwendet, aber die sind im Moment nicht wirklich prickelnd, deshalb einfach Romanaherzen. Da ich die Zeitung nicht mitgenommen habe, kein Rezept, sondern frei Schnauze.
Eine Brühe aus Ingwer und Zitronengras geköchelt. Die Romanaherzen und Stücke von Lauchzwiebeln in Olivenöl anbraten. Dann mit der Brühe angießen und einköcheln lassen bis nur noch ein wenig Brühe übrig ist, die dann wie ein Dressing verwendet wird. Salzen und pfeffern erst ganz zum Schluss, da durch das intensive einkochen der Salzgehalt der fertigen Speise extrem schwer einzuschätzen ist. Ein Schuss Sojasauce rundet das Gericht schön ab.
Das Rezept ist wirklich sehr einfach und schnell gemacht, trotzdem aber sehr schmackhaft. Einfach mal probieren.


Samstag, 20. April 2013

Angrillen die Zweite gegrilltes Gemüse




Leckeres gegrilltes Gemüse mit dem neuentdeckten Sommerwein 2013.
Das Gemüse wird kurz gegrillt dann mit gutem Olivenöl und einer Balsamicoreduktion übergossen, sowie mit Salz und Pfeffer gewürzt.
Dazu passt der leichte Château Tariquet Classic (11,5%vol.) aus der Gascogne ganz hervorragend. Das beste was ich aus Ugni Blanc und Colombard je getrunken habe. Erfrischender floraler Duft mit Noten von Zitrusfrüchten. Im Mund saftig und animierend. Davon sollte man in der Sommersaison immer eine Flasche im Kühlschrank haben, für den Fall der Fälle.

Mittwoch, 3. April 2013

Pastrami Sandwich Rheinland Style




Es soll Leute geben die nach New York fahren (fliegen) und die Stadt nicht verlassen bevor sie nicht ein Pastrami Sandwich bei Katz´s Delis. Die 16,-$ sollte es einem Wert sein. Es soll Leute geben die meinen man braucht das heute nicht mehr. Seitdem sich die Naturmetzgerei Hennes dem Thema "Pastrami" angenommen hat gibt es eine echte Alternative in Köln. Bestes Rindfleisch, nur vom Thönes Naturverbund  versteht sich, gepökelt, geräuchert und gekocht. Mit besten Gewürzen verfeinert ergibt das eines der besten Pastrami des Rheinlandes, ach wahrscheinlich Deutschlands, von der, aber ich schweife ab.
Die wichtigste Zutat hätten wir damit schon einmal. Fehlt noch Brot.
Die Bäckerei Mertzenich hat das traditionelles rheinische Röggelchen wiederentdeckt.
Mayonnaise schnell selber gezaubert, Düsseldorfer ABB Mostert dazu und fertig mehr braucht es nicht für ein leckeres Pastrami Sandwich Rheinland Style.
Alles ab sofort bei uns im Markt erhältlich oder in der Südstadt.









Montag, 1. April 2013

Besuch Bembergs Häuschen, Eifel

Was macht man im winterlich kalten Rheinland, man fährt in die Eifel. Nicht zum Skifahren, aber zum Essen. Essen gehen in der Eifel? Jenseits von Schnitzel und Dosenerbsen, gibt es da sonst noch was?
Seit kurzem Michelin besternt gibt es dort in der kulinarischen Diaspora Bembergs Häuschen.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten, der Service wusste wohl mit unserem Smart Casual Look leichtem Bieranzug nichts anzufangen, da der Rest doch wirklich in Abendgaderobe erschienen ist.
Will heißen, wir wurden zum Platz begleitet und warteten dort, ohne das man uns nach unseren zwischenzeitlichen Wünschen gefragt hätte, auf den Rest der Tischbesetzung. Nachdem diese eingetroffen war, dauerte es noch einige Minuten bis wir dann Gehör fanden, aber ab diesem Zeitpunkt lief es dann Rund.

Amuse
Gut Gefallen hat uns, dass  man die Anzahl der Gänge wählt und dann sein Menü anhand der Karte selber zusammenstellen kann, aber nicht muss.
Die Bilder sind daher ein Mix von mehreren Essern mit unterschiedlichen Gängen.

Pfaffenstückchen
Gans
 Langostiuno
Jacobsmuschel
 Steinbutt
Herrengedeck
 Lammhaxe
 Rehrücken

 Mango
Hanf