Montag, 31. Oktober 2011

Risotto, Endivien und Garnele


Der Rheinländer an sich mag ja gerne untereinander. Möhren zum Beispiel. Kartoffeln mit Apfelmus, saure Bohnen mit Kartoffeln oder eben auch Stampfkartoffeln mit Endivien. Dieses Rezept an sich ist ja Perfekt und da kann man nicht viel verbessern. Aber etwas Neu und etwas feiner machen, das kann man ja mal versuchen. Also werden die Kohlenhydrate auf Kartoffelgrundlage ausgetauscht durch Reishaltig Kohlenhydrate. Die Reis-Kohlenhydrate werden durch einige Herbsttrüffelwürfel aufgepeppt und damit das ganze schick aussieht eine Riesengarnele darauf drapiert. Zum servieren wird noch fein übereinander geschichtet, wer möchte kann auf seinem Teller ja dann untereinander machen.

Zum Risotto noch ein Wort. Es gibt ja die Risotto ständig Rührer und die nur ab und zu Rührer. Nach mehreren Versuchen bin ich zu dem Entschluss gekommen, ständig rühren macht keinen geschmacklichen Unterschied. Jetzt rühre ich zwar wieder ständig bei der Risottozubereitung, also ich nicht, sondern das Küchengerät namens Thermomix erledigt das für mich. Das Risotto schmeckt aber irgenwie gleich. Das Rezept ist aber für ab und zu Rührer.

zum Rezept

Freitag, 28. Oktober 2011

Hausbesuche: Heute zu Gast in Gigondas



Weh-Weh-Weh Willis Hausbesuche

Heute zu Gast in Gigondas – Maison du Vin und Pierre Amadieu

Franzose müsste man sein! Da sorgen die Gewerkschaften dafür, dass la vie belle bleibt und eher fleuve tranquille als Abenteuer. Nur mal so als Beispiel seien die Lokführer erwähnt. Die Jahr um Jahr dafür streiken, dass ihnen die Zulage fürs Kohlenschaufeln erhalten bleibt. Nicht, dass irgendeiner von denen noch auf der Dampflok gefahren wäre. Die einzigen Kohlen, die da geschaufelt werden, sind die Euros der Bahngesellschaft in die Taschen der Lokführer. Aber die Zulage ist ein Gewohnheitsrecht. Wer sich daran vergreifen will, kann gleich zum Sturm auf die Cedille blasen, dieses lästige kleine Häkchen unten am „c“, das sich auf kaum einer Computertastatur außerhalb von Frankreich findet und gerade deswegen wahrscheinlich zum nationalen Patrimoine zählt.

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Bald ist St. Martin

Hier ein Bericht über den Geflügelhof Wirtz-Telohe wo wir unsere Eier und zum Jahresende natürlich auch die Gänse beziehen.
Ist zwar schon etwas älter, aber die Grundlagen treffen ja weiterhin zu. Im übrigen kann bei Interesse der Hof besichtigt werden.

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Heute auf meinem Schreibtisch


Wein in PET Gläsern, trinkfertig verpackt. Unabhängig von Preis und Qualität des Weines habe ich mich spontan dagegen entscheiden. Was haltet ihr davon.
Mehr Informationen habe ich im Moment nicht, ich habe es so ohne weiteren Hinweis vorgefunden.


EDIT:
Der Vertreiber strebt einen Endverbraucherpreis von 2,50€ an. Somit hat sich die Sache ganz von alleine erledigt.

Montag, 24. Oktober 2011

Besuch im Lärchenhof






Eigentlich wollten wir in die Traube nach Grevenbroich. Trotz eines Desasters vor urlanger Zeit. Da servierte man uns eine versalzene Foie Gras Scheibe. Eigentlich nicht weiter schlimm, aber die nur anprobierten Teller abzuräumen als wäre nichts gewesen und dann nach dem Dessert zurückzukommen und zu sagen, nein die Foie wäre völlig in Ordnung, sagt der Koch. Kein Wort der Entschuldigung, kein Ersatz für den nicht aufgegessenen Teller. Wir haben Recht und sie sind der kleine Hanswurst der das bezahlt. Das geht gar nicht. Seit dem Tag waren wir dort nicht mehr zu Gast, was uns wahrscheinlich mehr Leid getan hat, als den Kaufmanns. Hatten wir doch hier einige unserer besten Essen die wir jemals zu uns nehmen durften. Naja aber man soll ja allem im Leben eine zweite Chance geben. Gesagt getan, praktischerweise waren wir gerade in der Nähe. Kurz noch nachgeguckt ob denn auf ist, ja ist, also los. kurze Zeit später wollten wir dann Essen. Schon am Eingang wurde uns, wahrscheinlich vom Hausmeister, der Kleidung nach, mitgeteilt: "Nein, heute kann man hier nicht Essen. Wir müssen hier etwas vorbereiten. Ja dann schönen Tag noch." Sprachs und verschwand. Auch hier keine Erklärung, keine freundlichen Worte, keine Entschuldigung.
Davon lassen wir uns die Laune aber nicht verderben, auf Richtung Pulheim zum Lärchenhof. Dort und haben wir dann ein erstklassiges Menü, mit freundlicher und aufmerksamer Bedienung genießen dürfen.

Zum Menü

Freitag, 21. Oktober 2011

Hausbesuche: Ascheri in Bra und Pira e Figli in Barolo, Piemont





Weh-Weh-Weh Willis Hausbesuche

Heute zu Gast bei: Ascheri in Bra und Pira e Figli in Barolo, Piemont

Im Herbst gehen die Großen dieser Welt auf Reisen. Da begibt sich zum Beispiel der Ratzingerjupp auf einen kleinen Staatsbesuch an die Spree. Und der Weinigel, der weiß ja, was sich gehört, und macht einen Gegenbesuch in Italien. Wobei, was heißt schon Italien, der Weg ist das Ziel, wenn der Weinigel auf Tournee ist. Ausverkaufte Häuser, wo auch immer das Willimobil anlandet! Eine Weinseeligsprechung hier, eine Weinmesse am Trittenheimer Altärchen dort. Selbst durch die Hochheimer Hölle führt der Weg. Den ersten längeren Halt machte ich aber erst im Piemont, genauer gesagt im Gebiet von Barolo.

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Oberwesel - Stadt der Türme und des Weins


Oberwesel lohnt schon einen Besuch. Wer ein wenig Wandern möchte und des Weges in die eine oder andere Weinstube einkehren muss, der Flüssigkeitsversorgung wegen, der ist hier richtig. Die Loreley fussläufig, ein Klettersteig durch den Oelsberg. Geschichte auf Schritt und Tritt. Als Tagesausflug von Köln nur zu empfehlen.

Weitere Impressionen

Samstag, 15. Oktober 2011

Grünhalsente, Pfannekuchen und Gemüse



Der Lieferant meines Vertrauens hatte Nantaiser Enten im Angebot.
Die Grünhalsente ist eine domestizierte Form der Stockente. Das sind die Viecher die auf jeder Pfütze in Köln die größer 3qm ist herumschwimmen. Diese Grünhalsenten werden allerdings gerne in der Gegend von Nantaise gehalten und eine davon hat den weiten Weg nach Köln gefunden. Allerdings nicht im Fluge sondern gerupft und ausgenommen, gut gekühlt in einem LKW.
 Die kleinen Tierchen sind gerade einmal ausreichend für 2 Personen. Bei einem Gewicht von knapp 900g kein Wunder. Wichtig für eine knusprige Haut ist, das diese nicht so viel Fett beinhaltet. Deshalb sind Barbarie und ähnliche eher ungeeignet um als Pekingente zu fungieren.
Überraschender Weise ist diese Ente geschmacklich unserer Hausente oder der Barbarieente näher als der gemeinen Wildente. Warum dies so ist kann ich jetzt leider auch nicht sagen. Das Fleisch ist in jedem Fall von der Konsistenz her saftiger und zarter als von den mir sonst bekannten Entenarten.

Zufällig stand in der neuen "Lecker"  dann das Rezept "Pekingente in Kokoscrepes" , welches umgehend umgesetzt wurde. Das hat zwar nicht wirklich etwas mit einer Pekingente gemein, hörte sich aber gut an.
Leicht abgewandelt und auch nur für 2 Personen.
Die Bratzeit der Ente bezieht sich auf eine kleine Ente. Bei größeren Exemplaren bitte anpassen.

Leider habe ich nur dieses Foto vom Mobilphone.

Rezept

Freitag, 14. Oktober 2011

Hähnchen Sous Vide mit Gurkensalat


Das Oktoberfest ist zwar schon vorbei aber Backhendl dürfen da ja nicht fehlen. Was da aber den armen Hühnern angetan wird, geht auf keine Kuhhaut. Ein Backhähnchen ist keine leichte Sache. Denn wenn die Brust gut ist, dann sind es die Schenkel noch lange nicht. Zweitens die Würzung wird im allgemeinen auf die leichte Schulter genommen. Aber manche Sachen können wir uns schon bei den Amerikanern abschauen. Das "Brinen" ist eine Sache davon. "Brinen" ist nichts anderes als das Fleisch vorher eine bestimmte Zeit in eine Salz/Zucker/Gewürzlake zu legen. Dadurch wird der Geschmack intensiviert. Diese Technik habe ich hier mit dem Sous Vide garen kombinieren. Das Ergebnis ist ein ganzes, auf den Punkt gegartes Hähnchen, wo Brust schön saftig und die Schenkel durch und saftig sind. Geschmacklich kommt der Hähnchengeschmack klar und deutlich hervor und mit wenig Aromaten gearbeitet wurde, war die Ursprungsqualität des Hähnchens natürlich sehr wichtig. Das kein Wiesenhof aus der Tiefkühltruhe Verwendung gefunden hat dürfte dem Leser schon klar sein. Ich habe mich für ein französisches Maishähnchen entschieden. Dazu gibt es klassisch Gurkensalat.

Rezept

Freitag, 7. Oktober 2011

Tenuta San Guido, Guidalberto, 2000


Weh-Weh-Weh Willis Wein Werkstatt

Heute auf der Hebebühne: Tenuta San Guido, Guidalberto, 2000

Ich brauche mal Nachhilfe in Politik! Vor zwanzig Jahren, als über den Regierungssitz abgestimmt wurde - Bonn oder Berlin - feierte man es als eine Sternstunde des Parlaments, dass im Bundestag wirklich mal alle so abstimmen durften, wie es ihren persönlichen Überzeugungen entsprach. Gut, das Bonn/Berlin-Gesetz als fauler Kompromiss war zwar trotzdem Käse. Aber dennoch - Sternstunde! Haben alle behauptet.

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Der Markt in Beaune

Käse frisch von der Alm. Hier darf jeder probieren und auch mal den Käse anpacken.
Wer einmal in oder in der Nähe von Beaune ist sollte es nicht verpassen den Markt zu besuchen. Dieser findet normalerweise jeden Mittwoch und Samstag statt. Neben vielen Touristen, wie unsereins, kauft dort jedoch wirklich die lokale Bevölkerung ein. Auswahl und Qualität sind bemerkenswert und in Paris auch nicht besser, wenn nicht schlechter.



Vorne, vor den Kartoffeln alles verschiedene Radi-Sorten.

 Hier weitere Impressionen wild drauflos geknipst.